und des Reiſens, kennbar an der beſcheidenen Redensart: Erlauben Sie, ein armer Handwerksburſch!— Da rufen die glacébehand⸗ ſchuhten Poeten: Gvethe ſagt: der Lump allein iſt beſcheiden— und der Schluß iſt: der Handwerksburſch iſt ein Lump.
Es mag ſein, daß es Strohmer genug gibt in dem Hand⸗ werksburſchen⸗Stande, die Lumpen ſind; aber wenn man die ächte Signatur der Lumpen und Strohmer aufſtellen wollte— o—! wie weit hinauf reckten ſich die Polhpenarme dieſer Zunft und in den Glacshandſchuhen ſteckt eine ſo überwiegende Mehrzahl dieſer Race und Sorte, daß es Einem bange werden könnte, und, bei meiner Treu! ſchon das Goethe'ſche Wort ſtempelt eine ſchöne Portion! Ich meine den Mangel der Beſcheidenheit.
Dreh' den Krahnen zu, Schenkmädchen, es läuft trübe!— Wahrlich, dieſe ſprüchwörtliche Redensart kommt zur rechten Zeit, denn— am Schreibtiſche kann Einem auch die Galle überlaufen! Wozu? frag' ich mich— ruhiger geworden. Wozu? Iſt's denn nicht genug, wenn noch Eine Menſchenſekte übrig iſt, als Erbe des pvetiſchen Wanderlebens? Komm an mein Herz, du Reſt der beſſern Zeit, du Univerſalerbe einer ſchönen Vergangenheit, der du noch die Wahrzeichen der alten, trauernden Wittwen aus der Zeit des heiligen Reichs auffuchſt, ich meine der Reichsſtädte ihre, und hineindämmerſt in die Welt ohne Sorgen, und fidel biſt nach Altersbrauch! Ob da ein Mal ein Loch im Armel iſt— der alte Marbel war ein Narr! Ob eine Sohle hungrig und durſtig die Zunge herausſtreckt— was thut's? Ob du einen feinen Herrn anranzeſt mit dem beſcheidenen Wort: Erlauben Sie ꝛc., das gilt gleich. Du lebſt noch im Reiſen, und reiſeſt voll Leben; du bringſt noch eine Mähr heim und keine erlogenen Reiſenovellen; du hiſt noch, wie du warſt und es iſt Hoffnung, daß du ſein wirſt, wie du biſt.
Wenn ich mir den rechten Wanderburſchen anſehe, ſo über⸗ kommt mich allemal ein Herzeleid, daß ich alt bin und nicht wandern kann; denn ich würde gleich Einer. Welch' ein Gewinn! Leichtes Herz und leichter Beutel, leichter Ranzen, leichte


