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fell reichte von bis über die Kniee hinab, und war um die
Hiüſfte mit einem meſſingnen Krappen geſchloſſen.
hm gegenüber ſtand Jörg, der Geſelle, ſeiner Schweſter Kind und ſein Pathe, eine ebenſo hohe Geſtalt, wie Gottfried, aber etwa zwanzig Jahre alt. Er ſah bleich, obwohl er ſehr ſtark war. Er war eine ſtille, leidende, ſchweigſame Natur, und es ſchien, als habe der Umgang mit ſeinem Oheim und Pathen deſſen eigenthümliches Weſen ganz auf ihn übergetragen.
Während das Eiſen glühte, ſprachen ſie zutraulich mit einan⸗ der, wie zwei Brüder, immer aber ernſt. Gottfried erzählte von ſeiner Wanderſchaft gar mancherlei intereſſante Dinge, und wenn er ſie auch bisweilen wisderholte, ſo gab er ſie jedesmal mit vem ſelben Worten, und dieſer Stempel der Wahrheit, und die gemüth⸗ liche Weiſe der Erzählung bewirkten es, daß man nicht müde wurde, ihm zuzuhören. Ueberdieß wußte er viele Mährlein und Geſchich⸗ ten, die er eben auch vortrefflich vortrug, und davon war ich ein Extrafreund.———
Da lag der Zauber, der mich in die dunkle Schmiede bannte, und wenn auch unter den Hammerſchlägen der beiden Enacksföhne die Funken ſprühten. Viel hundertmal ſaß ich auf der mürbe gewordenen Bank, ſtille und aufmerkſam, und horchte auf Gottfried's Worte. Beide hatten mich lieb. Der gute Jörg machte mir in den Feierſtunden Schlüpfe aus Pferdehaaren, und Meiſenkarren im Herbſte, um die Vögel zu fangen, die ich ſo liebte und deren Lock⸗ ſchlag ich täuſchend nachzuahmen verſtand. Auch ein Gewinn von Jörg's Unterricht.—
Noch ein Umſtand machte mir den alten Gottfried
Auch er ſaß oft an Sonntagnachmittagen ſtundenlang unter dem Hollunderbaume an der Kirche. Anfänglich fiel mir das nicht auf; denn ich dachte, er liebe das ſchöne Plätzchen, wie ich es liebte; aber einmal kam ich da mit ihm zuſammen, und dieſes Zuſammen⸗ treffen ließ mich andre Beziehungen ahnen.
Als ich ihn aus dem Pfarrgarten oben ſitzen ſah, ſchlich ich. leiſe an dem Schutthaufen hinauf, wand mich durch die Brom⸗


