Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
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ein lautes Weinen aus, das mehr und mehr alle zum Weinen hinriß. Noch nicht genug; fuhr der Freund fort;das Schlummern war verrathen, und die ſchöne Marie Bauer, die mit Conrad in treuer Liebe gegen den Willen ihres Vaters verbunden war, muß ſowohl um den Schmuggelgang als um Zeit und Stunde und Ort gewußt haben, denn ſie wollte ihren Conrad warnen, weil oben die Douanen lauerten. Leider erkannte ſie Bräunchen nicht, als ſie ihm entgegen trat, meinte ſie ſei ein Douane, wandte ſich um und ſtieß Conrad zuerſt hinab, ſtürzte ihm nach, indem er ihn noch erhaſchen wollte, und von einem unbeſchreiblichen Schrecken ergriffen, ſtürzen Alle hinab.

Marie muß darauf vhnmächtig geworden ſein, und als die Douanen endlich von der Höhe herabſtiegen, fanden ſie ſie erſtarrt da liegen. Schnell wurde ſie von ihrem verzweifelnden Vater zur Stadt getragen. Als der Arzt kam, erklärte er ſie für todt. Sie ſei erfroren, ſagte er. Aus ihrer Ohnmacht ſcheint ſie nicht wieder erwacht zu ſein!

Am folgenden Tage wurden zwei Särge auf den Friedhof vor die Stadt hinausgetragen. Hinter dem Einen wankte ein Mütter⸗ chen, aufgelöſt in Schmerz; hinter dem andern ein Douane, deſſen Geſicht Todesbläſſe deckke, deſſen Auge aber trocken war. Die ganze Stadt folgte und nie floſſen mehr Thränen, nie ſah man eine allgemeinere und tiefere Trauer.

Die beiden Särge wurden, weil zwei Gräber zu machen bei dem Froſte zu ſchwierig war, in Ein Grab geſenkt. So einte der Tod, was das Leben feindlich geſchieden.

Bauer verließ den Dienſt. Er war tiefſinnig geworden und kehrte in ſeine Heimat zurück. Conrad's Mutter folgte bald dem geliebten Sohne. 4

Die Schlummerer waren unſichtbar geworden. Erſt nach einem

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