Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
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fiſchen Ausdruck und ſcheu zieht ſich das gun u und die edle Stufe iſt verdeckt. Ich pfleg' es anders zu halten. Ich plou⸗ dere offen, herzlich, freundlich mit den Leuten; ich gehe theilnehmend Sin ihr Weh' und ihre Laſt, in ihre Hoffnungen und Befürchtungen ein; ich leihe ihren Erzählungen gerne mein Ohr und ſelten 305 ich ohne reichen Lohn von dannen.

So war es auch jetzt wieder dieſe meine Weiſe, die mir das

volle Vertrauen meines vielerfahrenen Alten gewann. Er war 6

ſelig und hielt nichts hinter dem Berge.

Wir ſtiegen langſam den alten Burgweg hinan; wir arbeiteten uns durch das Gemäuer hindurch; bald trat der ganze Burgplan mit Hülfe der Nachweiſen meines Führers vor mein Auge. Es war eine mächtige Burg, an der Jahrhunderte gebaut. Schon von hier aus war die Ausſicht in dieſe wilde Gebirgswelt herrlich; aber mein Führer ließ mich nicht raſten.

Wir müſſen dort auf die Zinne des Berges, ſagte er,wenn Sie eigenklich wiſſen wollen, warum Sie hier herauf geſtiegen ſind Er deutete auf den Kegel, der über uns ſich erhob. Dorn⸗ geſträuche und Büſche von Haſel, Ahorn und Eiche bedeckten ihn bis zur Kuppe.

Wir ſtiegen bergan. Der Alte rauchte ſein kurzes Klöbchen dabei und plauderte gemüthlich von vormals und heute. Ich folgte ihm horchend und kämpfend mit den Ranken, die mir immer in die

Beine ſchlugen, wenn der Alte hindurch war. Endlich w war die Spit⸗

erreicht.

Aber hier legte der Alte die Hand traulich auf meine Schulter und rief:Die Augen auf, Herr, denn ſo was findet Ihr nicht am Rheine und nicht an der Nahe, wo Wr daheim di

Er hatte Recht! Abgründe umgähnten 5 zu allen Seiten, veten jihab⸗ ſchießende, grauenvolle Tiefe mich faſt ſchwindeln machte. Felszacken ſtarrten überall herauf, ſchwarz, ſchroff, diaboliſch anzuſehen, als

wären es Arme des Orkus, die nach dem Kecken griffen, der es

wagen wollte, da k Bergkegel überall. Da unten

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