Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
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einer entſetzlichen Naturgewalt, wenn ſie auch ihre Herrſchaſt frei⸗ willig aufgegeben. Uebrigens iſt es merkwürdig, daß gerade ſeit den letzten dreißig Jahren Erdbeben in dieſen Gegenden häufiger vor⸗ kommen. Sollte die Natur ihre verſchütteten Kanäle wieder auf⸗ fuchen wollen? Sollten die alten erloſchenen Krater noch einmal ihre Feuergarben in die Nacht leuchten, ihre Dampfwolken zur Himmelsbläue ſenden, ihre Lava aus ihren Eingeweiden hervor⸗ Prechen und dem armen Menſchen ſeine Mühſam ihr abgerungene Eriſtenz bedrohen wollen? Die Antwort bleibt aus, aber das Ja liegt ſo wenig außerhalb der Grenzen des Möglichen, als das Nein. edenfalls aber können die guten Eifler unſerer Tage ruhig ſchlafen. Hier liegt das Wann ebenſo in dunkler Zukunft, wie das pbige in der Vergangenheit, und wenn einſt dieſe Vulkane wieder arbeiten werden, thut keinem der jetzt Lebenpen mehr ein Zahn weh. Ich war bei dem Tunnel angelangt, den die für das Landes⸗ wohl unermüdet ſorgende preußiſche Regierung hier durch das mäch⸗ tige Gebirge getrieben, um die mühe⸗ und gefahrvolle Landſtraße hindurch zu leiten. Aus ſeinem Dämmerlichte heraus tretend, ſtand ich ſtaunend ſtill. Welch ein überraſchender Anblick! Vor mir auf gewaltiger Höhe die mächtigen Burgtrümmer von Altenahr; übere wilde Gebirgsformen, enge Schluchten, herrliche Felſen! Ich wi im Ahrthal und begrüßte bald den Fluß, der ſich durch die Felſ

Altenahr war erreicht, aber nicht des Tages Ziel. Die Burg 2hre mußte erſtiegen, von dieſer Höhe mußte die Ausſicht genoſſen

2 werden, ehe die Sonne hinabſank. Ich hatte zu viel davon gehört, um mich durch die drohenden Beſchwerden ſchregen zu laſſen. Ein alter, aber noch rüſtiger Mann wurde mein Fühler.

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Traulich mit dem Volke verkehren, gibt reichen Lohn. Ow viel Tüchtiges und Treffliches umſchließt das tiefe Gemüth des Volkes! Wie viel Poeſie liegt da verborgen? Aber unſre Touriſten (daß ich mich des Ausdrucks bediene) fürchten, ſich zu verunehren,

* wenn ſie ſich mit dem Volke einlaſſen; ſie beſpötteln und belächeln

kindlichen Glauben, die naive Anſchauungsweiſe, den derben,