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Es war ein Wettſtreit verſöhnender Liebe, der nun entſtand.
Keiner wollte dem Andern etwas zu vergeben haben; jeder flehte nur um Verzeihung.
Aber mitten aus dieſen Ereigniſſen ihrer Herzen riſſen ſie die Mächte der Tiefe, als wollten ſie nicht zulaſſen, ſolch wohlthätig Regen der Menſchenbruſt. Die Erdſtöße folgten mit ihrem Entſetzen. Das grauen⸗ volle Bild der Zerſtörung menſchlicher Herrlichkeit und menſchlichen Glückes entrollte ſich vor den Blicken, bis endlich der Kampf der Elemente ſein Höchſtes erreichte, da Erdbeben, tobende Fluth und heulender Sturm ſit den himmelhochauflodernden Flammen im Bunde
ie Gemüther betäubten.
Da ſprang der Greis, wie mit jugendlicher Kraft auf und rief: Gottes Gerichte brechen über uns her⸗ ein, laſſet uns bekennen unſre Schuld und flehen um Gnade und Vergebung.
Und wie von einer unſichtbaren Macht überwäl⸗ tigt, ſtürzten alle, die auf dem Hügel zitternd und bebend ſtanden, auf ihre Kniee nieder und ſchlugen an ihre Bruſt mit dem Rufe: Meine Schuld, meine ganze
Schuld! Herr vergib!—
Die Nacht kam endlich, nicht aber das Dunkel, welches den Anblick des grauſigen Bildes der Zer⸗ ſtörung hätte dem Auge der Tiefgebeugten verhüllen können, denn die lodernden Flammen beleuchteten es immer auf's Neue mit ihrem ſchauerlich grellen Scheine.
Alle Räume in Antonio's Hauſe füllten ſich mit Schutzſuchenden. Seine Lebensmittel reichten hin, ſie zu ſättigen. Nur ein Stübchen hielt er ſich frei für den Greis, für die Gattin Jaime's, ſeine Kinder und


