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von Rothenburg und Freienfels, im Scheine vieler Fackeln, ward ſichtbar. Eliſabeth und der Geliebte blickten ſich ſchweigend, ahnend, in dem ſuͤßen Weh unausſprechlicher Ge⸗ fühle an.
Da nahm der Freiherr die Hand des Bräutigams, fuͤhrte ihn zur Gräfin Odescalchi, um derſelben den Arm zu bieten. Zu ſeiner Tochter führte er den Ritter; er ſelbſt unter⸗ ſtutzte die Ahnfrau. So zogen ſie durch die Reihen der Fackelträger, unter dem frohlichen
Rufe:„Heil Rothenburg und Freienfels!“—
Die Schloßkapelle und der Prieſter am Altar empfingen ſie. Die Bilder der Heiligen ſchauten verklaͤrt mit Himmelsgruͤßen hinabz bluͤhende Maͤdchen ſahen mit pochendem Her⸗ zen hinauf— als nun von dem Ritter, mit einem Blicke ſchoner Reſignation, die holdeſte Braut ihrem Erwaͤhlten zugefuͤhrt ward—
als das Wort ertonte, welches den Bund der 6 Seelen fuͤr alle Zeiten weihete.
Jetzt fluͤſterte Linden zu dem gluͤckſeligen Gatten, indem er ihm gewaltſam die Hand


