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nicht ſo Eliſabeth eine ſchmerzliche Ueberra⸗
ſchung, die mit allen Schrecken der Vernich⸗ tung auf ſie eindrang. Die Graͤſin ſixirte ſie
mit ſarkaſtiſchem Lächeln; Ritter Linden er⸗
ſtarrte mit dem Strome ſeiner Redſeligkeit und ſah auf die ſchöne Leidträgerin ſchweigend und traurig. Der Freiherr aber, mit ſeinem gluͤck⸗ lichen Geheimniß im Herzen, ergotzte ſich an dem Wechſelſpiel dieſer verſchiedenen Empfin⸗ dungen, deren Schickſal in ſeiner Hand ruhete, zu deren Beſchwörung er die Zauberformel beſaß.„Jauchzet nur und weinet!“ dachte er:„Der Morgen bringt Ruhe und Klarheit.“
Kaum flog der Sonne erſter Strahl uͤber
die Spiegelfenſter des Schloſſes, als ſchon
der Freiherr mit den leiſen Tritten der Ueber⸗ raſchung heimlich durch die Corridore ſchlich. Hier kam ihm Liddy entgegen. Er winkte ihr Entfernung, doch mit ſpähenden Blicken verfolgte die Neugierige das Mahagonykäſtchen, welches der Freiherr ſorgfältig vor ſich her trug.
Ein Paar gruͤn ſeidene Vorhänge wurden von ſeiner Hand ſanft zurückgezogen, und das


