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Der Unbekannte : Novelle / von K. Eduard von der Oelsnitz
Entstehung
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16 zähltet er ſey ihm plötzlich verſchwunden, und

vergeblich habe er ihn überall im Kloſter ge⸗

ſucht.Sonderbar! ſagte der Prior, und begab ſich in ſein Clauſet, um nach den rau⸗ ſchenden Auftritten dieſes Tages, ſich der ſtillen Betrachtung des Unvergaͤnglichen zu uͤberlaſſen.

Als um Mitternacht der Schall des ſil⸗ bernen Glöckleins die Väter zur erſten Vigilie berief, ſtand er auf von dem harten Lager, wo er kurzen Schlummer gefunden hatte, um⸗ ſchwebt von den Boten einer andern Welt. Wie er durch die erleüchteten Kreüzgäͤnge nach der Kirche wandelte, ſah er zu großer Ver⸗ wunderung den Unbekannten; wieder an den Pfeiler gelehnt, wieder auf das Bild hin⸗ ſtarrend. Es erfaßte ihn bei dieſem Anblick ein unheimliches Grauſen; allein er uͤberwand es, und wollte ihn anreden. Aber da ge⸗ dachte er ſeiner Pflicht, und eilte mit 60 Bruͤdern auf das Chor.

Als er nun nach vollbrachtem Guttezdienſt wieder an dem Pfeiler voruber gieng, fand er den Unbekannten in derſelben Stellung, worin