Menſch heißt, und den Segen des Himmels und der Erde ſpendend, haben ſie Barmher⸗ zigkeit, Troſt und Huͤlfe fuͤr die Leidenden und Trauernden, und haben frohes Mitgefuͤhl fuͤr die Gluͤcklichen und Froͤhlichen.
An den Mauern des Freidhofes, welcher der frommen Väter letztes Ziel auf dem Wege zur Heimath einſchließt, zieht ſich ein wohl⸗ unterhaltener, reicher Weinberg, welcher dem Kloſter gehört, und deſſen Bearbeitung die Er⸗ holungöſtunden ſeiner jedesmaligen Beſitzer aus⸗ füllt. Die Zeit der Weinleſe lockt allemal nicht blos Elſtern in die klöſterliche Einſam⸗ keit, ſondern aus Naͤhe und Ferne ſtrömt eine zahlreiche Menſchenmenge, vornehm und ge⸗ ring, aus verſchiedenen Abſichten hier zuſam⸗ men. Dieſe wollen ſich an den ſchönen, hier⸗ her verpflanzten Trauben von Burgund, und daneben an einem reichlichen Mahle ergötzen, welches die Gaſtfreiheit der Väter ſpendet: — jene wollen mehr ſchauen und fuͤhlen, als genießen, und vor allem des Anblicks der ehr⸗ wuͤrdigen Gaſtgeber und ihres heitern, reichen Geſpräches ſich erfreuen.


