Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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der Stadt der Beſchluß gefaßt, über den frechen Stau⸗ fer Beſchwerde beim Kaiſer zu erheben, dann ſtoben ſie auseinander wie Spreu im Winde, den Angſt⸗ ſchweiß auf der Stirn und froh, nicht länger ſich gegenſeitig das beſchämende Schauſpiel der Erniedri⸗ gung und Hülfloſigkeit gegenüber der Unverſchämtheit eines Raubritters und Junkers geben zu müſſen. Als ſich gegen Abend endlich auch Konrad auf den Weg machte, das Haus ſeines Schwagers Fellner aufzuſu⸗ chen, fand er beim Heraustreten aus dem Portale des Rathhauſes dieſen noch immer nebenan auf der Bank ſitzen, in ſich zuſammengekauert, brütend, wie geiſtes⸗ abweſend. Der Markt war inzwiſchen leer geworden und dunkle Schatten lagen auf dem Platze.

Fellner, rief Konrad ſeinen Schwager an.

Dieſer hob langſam ſein blaſſes Haupt. Das Barett lag vor ihm auf dem Boden, und die aufge⸗ ſträubten Haare gaben ihm jetzt bei dem unbeſtimmten Schimmer der hereinbrechenden Nacht etwas Unheim⸗ liches.

Ich bin ein unglücklicher Mann auf Lebenszeit, ſagte er langſam.

Unſinn! erwiderte Konrad verdrießlichKomm' mit nach Hauſe Damit hob er das Barett vom Boden, ſtülpte es Fellner auf das ſorgenvolle Haupt