Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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5 zum Zeichen, daß der Arbeiter ſich ihrer nur raſch entledigt hatte und vielleicht in der Hoffnung, ſie bald wieder aufnehmen zu können. Jetzt aber hatte er ſich wohl ſchon unter die erregten Haufen gemiſcht, die aus allen den winkligen Gaſſen der Stadt dem Rathhauſe zuzogen, haſtig, in wildem Gedränge und den leiden⸗ ſchaftlichen Reden einzelner Wortführer Beifall ſchreiend. Kopf an Kopf wälzte ſich die Maſſe des Volkes gegen den Markt, Männer und Frauen, und ihre zornigen oder angſterfüllten Mienen zeigten aufs deutlichſte, daß ſie alle ohne Ausnahme, wenn auch in verſchiedener Weiſe, doch in dem gleichen Grade von dem aufregenden Ereigniſſe ergriffen waren, davon die Kunde ſo eben mit Windeseile durch die Stadt geflogen war. Aber ſchon vermochte der Marktplatz die nachdrängenden Maſſen nicht mehr zu faſſen; auf der Haid, beim Goliath und in den andern einmündenden engen Straßen mit ihren hohen Giebelhäuſern ſtockte die Menge, während es andererſeits den beiden Schaarwächtern am Thore des Rathhauſes alle Mühe koſtete, mit ihren Hellebarden das Volk zurückzudrängen und den Eingang in die hohe, ſchattenkühle Halle frei zu halten, in deren dunk⸗ lem Hintergrund zahlreiche Bewaffnete und Beamte der Stadt ſichtbar waren, unter ihnen der Stadtvogt, die linke Bruſt mit dem buntgeſtickten Wappen der