157
Buch, von dem mir Ihre Nichte geſagt hatte, Langen⸗ meyer zum Verleger zu haben.“
„Gewiß, gewiß, mein ſehnlichſter Wunſch“ fiel Doe⸗ tor Anſelmus ein;„aber bitte, warum ſtehen Sie die ganze Zeit? Wollen Sie nicht gefälligſt Platz neh⸗ men?“
„Ich danke“, lächelte Heinrich ironiſch und fuhr dann fort:„Ich trat alſo bei Langenmeyer ein, ſetzte ihn von Ihrer Arbeit in Kenntniß und hatte das kaum gethan, als er den Wunſch äußerte, den Verlag des Buches, das dem Autor, der es geſchrieben, wie der Firma, unter deren Namen es erſcheine, zur gleichen Ehre gereichen werde, übernehmen zu können; da hatte ich denn, was ich wollte, ohne nur gebeten zu haben; ich ſagte ihm noch, daß ich in dieſen Tagen zu Ihnen hierher reiſen würde, und Langenmeyer glaubte nichts Beſſeres thun zu können, als mir den Contractentwurf hier mitzugeben, den er, wenn er Ihren Beifall hat, Sie möglichſt bald unterzeichnet zurückzuſchicken bittet.“
„Ich werde ſogleich unterzeichnen“ rief Doctor An⸗ ſelmus und griff nach der Feder.
„Nur keine Uebereilung“ bat Heinrich.„Sie wer⸗ den mir erlauben, nachdem mich Langenmeyer doch ein⸗ mal zu ſeinem Bevollmächtigten ernannt hat, in drei


