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Wenn Doctor Anſelmus nicht den geraden Weg zur Stadt einſchlagen ließ, ſondern erſt einen Umweg der Art machte, daß er die ſchönen Morgenſtunden durch den duftenden Speſſart fuhr, zur Mittagszeit in einem Bauernhof einkehrte und erſt ſich nach Untergang der Sonne der Stadt näherte ſo geſchah dies weniger darum, weil er die Nothwendigkeit körperlicher Bewe⸗ gung empfand, als vielmehr deshalb, weil er vermei⸗ den wollte, mit ſeiner Nichte noch am hellen Tage vor dem Hauſe vorzufahren. Glücklich und ohne Gefährde aber wurde die Heimkehr vollendet, und wie ſegnete ſich Doctor Anſelmus, daß er nach allen den Abenteuern, nach allen den Aufregungen, nach allen den Strapazen wenigſtens noch ganz und unverſehrt in ſeine vier Wände zurückkehren durfte. Dora war nicht minder froh, die allmälig doch läſtig gewordene Männertracht abwerfen zu können, und es war ihr nicht zu verargen, wenn ſie, vor dem Spiegel ſtehend und ſich ihre Schön⸗ heit bekennend, gern auch dem armen Exfrater Heinrich die Gelegenheit gegönnt hätte, dieſelbe rückhaltlos zu bewundern.
Wo er nur ſtecken mochte? Daß er ſich wieder ein⸗ finden werde, das war für Dora außer Zweifel, und ihr Herz pochte gewaltig, wenn ſie ſich vorſtellte, daß er jeden Augenblick eintreten und Luſt tragen konnte


