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lang, daß ihr ein Blick auf den Gang mög⸗ lich war.
Wirklich, Doctor Anſelmus ſtand, das rothe Fes auf dem Kopfe und den Meſſingleuchter in der Hand, vor dem Bilde der Italienerin.
Wie ſehr mußte es ihm dieſe angethan haben!
Sein Auge glänzte ſeltſam und er ſprach zu dem Bilde, das ſo ſtill und ernſt auf ihn herniederblickte, leiſe Worte, kaum geflüſtert, nur hingehaucht.
Hoch über dem Kloſter ſtand im reinen Blau der Mond und ſein ſilbernes Licht beglänzte den ſtillen Kloſterhof und das Kreuz, das in der Mitte deſſelben ſtand. Der Corridor lag im Dunkeln, und nur leiſe an der Seite glitt der milde Schimmer des Mondes über die Säulen hin, die arabeskengeſchmückt den ge⸗ wölbten Gang trugen.
Aber wahrhaft geſpenſtiſch beleuchtete der rothe Strahl des Lichtes, das Doctor Anſelmus trug, die aus dem ſchwarzen Rahmen und dem ſchwarzen Hinter⸗ grund wie lebendig hervortretende ſtolze, prunkreiche Geſtalt der Italienerin und die bleichen, müden Züge des Gelehrten, der in ſeiner einfachen ſchwarzen Kleidung regungslos vor ihr ſtand, das dunkle ſchwärmeriſche Auge aufgeſchlagen und nur die ſchmalen Lippen wie zum Gebete bewegend.


