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durch lautes Reden aufgeſtört. Sie horchte. Es war Doctor Anſelmus, der mit ſich ſelber ſprach. Es waren kurze, abgeriſſene, unverſtändliche Sätze, die er polternd herausſtieß. Er ging dabei auf und ab, Dora hörte ſeine Schritte. Nur wenn er haſtiger, heftiger ſprach, blieb er einen Augenblick ſtehen, um dann doch wieder ſeine ruheloſe Wanderung fortzuſetzen.
Seiner Nichte ward unheimlich. Sie verſtand keine Silbe des Selbſtgeſprächs, aber durch die Stille der Nacht wirkte der leidenſchaftliche Ton, in welchem die einzelnen Worte herausgeſtoßen wurden, auf die Hörerin doppelt.
Mitternacht war nahe und Doctor Anſelmus war noch immer wach. Noch immer ging er im Zimmer auf und ab, noch immer ſprach er mit ſich ſelbſt, haſtig leidenſchaftlich und erregt.
Plötzlich hörte ihn Dora die Thür öffnen, welche auf den Corridor führte; ſie ſpähte durch das Schlüſſel⸗ loch, Doctor Anſelmus hatte ſein Zimmer verlaſſen.
Was hatte er noch da draußen zu ſuchen? War es wieder das Bild der ſchönen Sidonie, das ihn an⸗ gelockt hatte?
Von einer faſt unerklärlichen Bangigkeit ergriffen⸗ eilte Dora durch das Zinmer ihres Oheims an die Thür, die ihr leiſe ſo weit zu öffnen ge⸗


