Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Verzeih, bat Dora ſchmeichelnd;nimm lieber meinen beſten Dank für den Strauß und dann laß mich für Waſſer ſorgen, daß die Blumen friſch bleiben.

Während ſie den ziemlich umfangreichen Strauß in das waſſergefüllte Gefäß preßte, konnte Doctor Anſel⸗ mus abermals heute zum zweiten Male eine be⸗ wundernde Bemerkung hinſichtlich der ſchönen Hand ſeiner Nichte nicht unterdrücken.

Nimm Dich in Acht, lachte Dora und drohte mit dem Finger,Du wirſt die Italienerin ernſtlich böſe machen.

Es geht immer beſſer, dachte ſich wieder Doctor Anſelmus, ihre Eiferſucht iſt im Wachſen.

Solche gefährliche Bilder fuhr ſeine Nichte fort, ſollte man verbrennen, man ſollte ſie unſchädlich ma⸗ chen, bevor ſie ihren Zauber ausüben können, man ſollte ſie zerſtören, vernichten.

Du biſt barbariſch, ſpöttelte Doctor Anſelmus; und wenn wirklich ein geheimnißvoller Geiſt in ſolchen Bildern lebte, wäre das Verbrennen und Vernichten nicht ein neuer Tod, den diejenigen, deren Körper ſchon Jahrhunderte im Grabe modert, wiederum hier erleiden müßten?

Ach ja, rief Dora.Nun in Gottes Namen, laß ſie hängen. Weiß ich doch beſtimmt, daß ich mich nie