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„Schön“, ſagte Doctor Anſelmus,„ich habe mir das auch gedacht; Du liebſt—“
Dora fühlte, wie ihr das Blut blitzgleich in die Wange ſtieg und ihr die Stirn bedeckte.
„Die Blumen“, ſetzte ihr Oheim bei und ſie ath⸗ mete leichter.
„Darum habe ich“ fuhr jener fort,„geglaubt, Dir eine Entſchädigung bieten zu müſſen, und bitte Dich nun, ſie hier in Geſtalt dieſes einfachſten aller Sträuße anzunehmen.“
Bei dieſen Worten holte er die Hand hervor, die er bis jetzt auf dem Rücken gehalten und in der er einen nicht ohne Geſchmack zuſammengeſtellten Blumen⸗ ſtrauß trug.
Dora ſah ihren Oheim überraſcht an.
„Scherzeſt Du nicht?“ fragte ſie.
„Wie kannſt Du das glauben?“
„Du haſt dieſen Strauß ſelbſt für mich gepflückt?“
„Biſt Du erſtaunt darüber?“
„Allerdings“, antwortete Dora und fuhr dann, in⸗ dem ſie Doctor Anſelmus beim Kragen faßte und neckiſch von der Seite anſah, fort:
„Weißt Du auch, daß Du Jemand eiferſüchtig machen wirſt?“
„Eiferſüchtig?“
Helſchläger, Wunderliche Leute. III. 2


