Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Das nenne ich eine Geſchicklichkeit rief plötzlich eine Stimme hinter ihr, und als ſie, das Meſſer von ſich werfend, mit brennender Stirn ſich umwandte, ſtand Frater Heinrich lächelnd vor ihr.

Sie erglühte noch mehr in Scham und ſtammelte etwas, wie wenn ſie der Gelegenheit hier nicht habe widerſtehen können, auch einmal ihre Geſchicklichkeit in ſolchen Dingen zu erproben.

Nun lachte Frater Heinrich,Sie können es weit bringen, lieber Freund. Soviel ich ſah, bearbeiteten Sie die Bohnen mit ſo fabelhaftem Geſchick, daß man auf die Vermuthung kommen könnte, Sie hätten nie etwas Anderes getrieben, oder ſeien wenigſtens in der Küche aufgewachſen.

Die Verlegenheit Dora's wuchs immer mehr, mochte aber von dem Novizen falſch gedeutet werden, denn er fuhr gutmüthig fort:

Nun, nun, beruhigen Sie ſich nur. Es ſchadet gar nichts, wenn man ſich von den Frauen möglichſt unabhängig zu machen ſucht. Man kann alles Erlernte in dieſem Leben wenigſtens einmal brauchen, und gerade

mit den Frauen iſt nur dann zu verkehren, wenn ſie 8 5

wiſſen, daß man ſie auch zu entbehren vermag. Merken Sie ſich das, lieber Herr! Eine ſpitzige Antwort ſchwebte ſofort auf Dora's