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vom Lager, um ſich nicht von ihrem Oheim durch Fleiß und Munterkeit beſchämen zu laſſen.
Onkel Anſelmus war heute aber weder fleißig noch munter; als ſie eintrat fing er ſogleich an, ſie mit heftigen Klagen wegen der ſchlechten Nacht die er ge⸗ habt hatte, zu überſchütten, und verſicherte, als Dora die Meinung äußerte, daran ſei gewiß ſein langes Aufbleiben ſchuld, er wiſſe gar nichts, was er mehr haſſe als Weisheitslehren, nachträglich zum Beſten ge⸗ geben.
Daß ihn ſeine Nichte den Abend zuvor gewarnt hatte, das ſchien er vergeſſen zu haben.
Dora fragte ihn, ob er nicht durch einen Spazier⸗ gang Erfriſchung zu gewinnen hoffe.
„Durch einen Spaziergang?“ polterte Doetor An⸗ ſelmus.„So wollt' ich doch, daß alle meine Abgeſchla⸗ genheit Dir in die Glieder führe! Vielleicht würdeſt Du es dann aufgeben, ſolche abgeſchmackte Vorſchläge zu machen.“
„Du kannſt“, meinte Dora ruhig,„den Vormittag gewiß auch im Garten zubringen; in der Laube jiſt Schatten.“
„Und meine Arbeit?“ höhnte Doctor Anſelmus. „Hier meine Erzählung, dort mein Artikel über die Schachfiguren, dann die Forſchungen in der Familien⸗


