Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Mädchen, indem ſie mit ihren Fingern auf den Stroh⸗ hut trommelte;meinen eigentlichen Namen habe ich darüber faſt ſchon ganz vergeſſen.

Und warum taufte man Sie Kleopatra?

Auch das errathen Sie nicht? Dann bitte, ſchauen Sie einmal dorthin!

Doctor Anſelmus folgte der gegebenen Richtung und fand ſogleich die rechte Spur. Kleopatra auf der Lein⸗ wand nebenan hatte eine überraſchende Aehnlichkeit mit der ihm gegenüberſitzenden.

Sie haben zu jener geſeſſen? fragte er.

Ja, und da vor einigen Jahren ein Maler mit einer Kleopatra, die er eben nach mir gemalt hatte, außergewöhnliches Glück machte, ſo kam es in die Mode, den Tod der ägyptiſchen Königin zu malen; ich aber mußte regelmäßig dazu ſitzen und davon iſt mir der Name Kleopatra geblieben.

Doctor Anſelmus wußte nun, woran er war; er hatte es mit einem Modell zu thun.

Man kann nicht behaupten, daß ihm dieſe Ent⸗ deckung gerade beſondere Freude gemacht hätte; es koſtete ihm im Gegentheil einige Mühe, ſeine Sammlung zu bewahren, und es kam ihm vor, wie wenn er ſich in einer Geſellſchaft befinde, die ſeiner unwürdig ſei. Noch mehr, der ehrenwerthe Gelehrte erſchrak bis ins Innerſte