—
——
bedauerte jetzt, nicht mehr und oͤfter den Umgang jenes Man⸗ nes geſucht zu haben.
Auch die Antwort Watkins ließ nicht lange auf ſich warten. So ausfuͤhrlich wie diesmal hatte derſelbe noch nie geſchrieben. Er bot Alles auf, um Heinrich zu beweiſen, daß er im Begriff ſei, einen falſchen Schritt zu thun, wie⸗ wohl er zu gleicher Zeit anzunehmen ſchien, daß Heinrich ſich durch nichts in ſeinem Entſchluſſe werde wankend machen laſſen. Dies bewies auch ſchon ein beigelegter Wechſel von weit hoͤherm Betrag, als Heinrich erwartet und fur noͤthig gehalten hatte. Es trug nicht wenig zu ſeiner Beruhigung bei, zu bemerken, daß Watkins durchaus keinen Verdacht geſchoͤpft haben koͤnne.„Sie geſtehn ſelbſt,“ ſchrieb er,„daß Sie den Schmerz um ein Gluͤck, welches fuͤr Sie verloren war, eh' Sie es noch gefunden hatten, ſo ziemlich bezwun⸗ gen haben. Fuͤrchten Sie nun dieſen Schmerz durch die Naͤhe des Entriſſenen neu erwachen zu ſehn, ſo iſt das eine ſehr natuͤrliche Beſorgniß; allein Sie brauchen ja deshalb nicht tauſend Meilen weit zu fliehen. Ich muß Ihren Ent⸗ ſchluß ſehr beklagen, und ganz beſonders leid thut es mir, Sie vor Ihrer Abreiſe nicht noch einmal ſprechen zu koͤnnen. Sie ſcheinen nicht zu ahnen, welch' hohen Pflichten Sie ſich durch Ihre Flucht entziehen, und leider noͤthigen mich Gruͤnde, Sie jetzt nicht daran zu mahnen. Wohin Sie aber auch gehen moͤgen, verſäumen Sie nie, mir fortwaͤhrend Nachricht von Ihrem Befinden zu ſenden und laſſen Sie
mich ſtets Ihren Aufenthalt wiſſen. Es duͤrfte leicht moͤglich
ſein, daß hoͤhere Ruͤckſichten, als die, durch welche Sie ſich


