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pflegte die ihm beſonders intereſſanten Köpfe ſofort zu ſkizziren.
Fanny hatte ſich einen langen, trockenen Bücher⸗ mann vorgeſtellt und fand einen freundlichen, behäbigen Mann in den mittlern Jahren, welchen auf den erſten Blick nichts von andern Menſchenkindern unterſchied als ſeine Augen, die allerdings etwas eigenthümlich Tiefblickendes, Feſſelndes hatten.
Er hieß Fanny niederſitzen, den Hut abthun und die Flechten abſtecken, dann legte er leiſe ſeine Hände auf ihren Kopf. Sie hatte ihn gebeten, ihr zu ſagen, welchen Beruf ſie wählen ſolle. Er ſetzte ſich neben ſie, um das Profil zu fixiren, und ſagte dann auf ihre Frage:
„Was Sie wählen ſollen? Blos zu Kindern ſollen Sie gehen. Dieſe leiten, erziehen, begeiſtern für Edles und Schönes, das iſt der Ihnen von Natur angewieſene Beruf, auf welchen Sie ſogar nicht beſon⸗ ders verbreitet zu ſein brauchen, da Sie eher zum Selbſtſchaffen als zum Nachmachen befähigt ſind.“
Fanny's Lippen entſchlüpfte ein Laut der Freude. Sie ſagte ihm, wie das längſt ihr Wunſch, wie und weshalb ſie aber ängſtlich geweſen ſei. Er ſchüttelte den Kopf.
Nicht doch, Fräulein! Was hilft alles Lernen,


