*
11
ſich entſchließen würde. Die Wirkung dieſer Neuigkeit war eine ſehr verſchiedene. Der Pfarrer lächelte un⸗ gläubig, Max und Cäcilie lachten leiſe; Ulrike, welche Johanna eigentlich jetzt gar nicht entbehren konnte, bei welcher aber trotzddem das Loswerden ſtereotyp ge⸗ worden war, horchte geſpannt auf Madame Riemer's Worte und die beiden Studioſen ebenfalls, aber aus ganz entgegengeſetzten Gründen.
Dem Naturforſcher war es ſehr unangenehm, zu erfahren, daß noch einer in der Nähe ſei, welcher das ſeltene Blümchen erkannt hatte und darauf reflectirte. Der Andere gönnte ihm dieſe fatale Ueberraſchung noch am letzten Abend, beide aber wetteiferten in Aufmerk⸗ ſamkeiten gegen das junge Mädchen, alſo daß Madame Riemer viel erzählen konnte, als ſie ſpäter die Regie⸗ rungsſecretärin Lesnau beſuchte.
Dieſe intereſſirte ſich auffallend für das, was die Kameraden Maxens betraf, und ſo oft auch Madame Riemer etwas Anderes unfing, immer kam Frau Lesnau wieder darauf zurück. Sonderbarerweiſe fragte ſie auch nicht, wie Johanna ſich dabei verhalten habe, ſondern ließ ſich nur immer wiederholen, was die jungen Herren geſagt und gethan hatten.
Die Paſtorin, welche beim Abſchied Madame Riemer noch einmal gefragt hatte, ob die Erzählung von wegen


