Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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beſte Schule der Wohlerzogenheit und ritterlichen Artig⸗ keit. Der hohe Geiſt und die Liebenswürdigkeit Elvira's war deſſen ſchönſte Zierde und flocht die herrlichſten Blumen in den Lebenskranz ihres Gatten, der noch in ſeinem ſpäteſten Alter die Stunde ſegnete, in welcher ſeine Blicke zuerſt auf die hochherzige Nichte des Königs von Arragonien fielen, die er ſpäter mit gerechtem Stolze die ſeinige nennen durfte.

Der gelehrte Steinſchneider führte alle die Abſich⸗ ten aus, deren er gegen Timenes erwähnt hatte. Der Blick, welchen er auf das Herannahen ſeines Lebensziels geworfen hatte, war ſo richtig, wie derjenige, mit dem er die Verhältniſſe dieſes Daſeins und ſeiner näheren und ferneren Umgebungen von jeher betrachtete. Man erhielt in Cordova die Nachricht, daß er glücklich bis Cairo gekommen, und von dort weiter gegangen ſei. Dann aber fehlte lange jede ſichere Kunde, bis ſich end⸗ lich das Gerücht verbreitete, daß er von einem Fieber befallen worden und einſam in der Wüſte geſtorben ſei. Jedenfalls wurde er nicht mehr in Cordova geſehen, und es mußte alſo die Schuld der Dankbarkeit, zu welcher ſich der mächtige Cardinal gegen ihn bekannt hatte, un⸗ getilgt bleiben, bis ſie vor dem Stuhle eines höheren Richters ihre Erledigung finden konnte.

Ferdinand von Arragonien hatte noch in ſeinem