Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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nig verleihen konnte, iſt derjenige, von Chriſtof Colum⸗ bus abzuſtammen.

Fernando hielt ſein ſo frühzeitig ausgeſprochenes Gelübde, nicht in den Dienſt Ferdinand's von Arragonien zu treten. Er erwarb ungewöhnliche, wiſſenſchaftliche Kenntniſſe, und brachte auf ſeinen auch ſpäter in Europa ausgedehnten Reiſen eine Bücherſammlung von wenig⸗ ſtens zwanzig tauſend Bänden zuſammen, welche vielleicht die größte war, die damals in Europa gefunden wurde. Er verfaßte eine Geſchichte ſeines Vaters, welche zu den ſchätzenswertheſten Quellen über die Lebensereigniſſe die⸗ ſes außerordentlichen Mannes gehört. Nie forderte er eine Gunſt von irgend einem Herrſcher, verlangte nie irgend eine perſönliche Auszeichnung. Er vermählte ſich nicht, erreichte gleich ſeinem Bruder nur das Alter von fünfzig Jahren.

Der unermüdliche, unverſöhnliche Feind der Co⸗ lons, Don Juan de Fonſeca, ſtieg bald zum Großalmo⸗ ſenier und Erzbiſchof von Roſano. Aber immer noch war das Trachten ſeiner Ehrſucht nicht geſättigt; ihr lockendſtes Ziel war der Cardinalshut und das Patri⸗ archat von Weſtindien. Beides für ihn vom Papſte zu erlangen, gelang indeſſen ſelbſt der Fürſprache Ferdi⸗ nands des Katholiſchen nicht. Alle erlangten Reichthü⸗ mer und Würden verloren für ihn ihren Werth, da ihm