Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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ſeine edle Beſcheidenheit, ſein ritterlicher Anſtand, die Widerwärtigkeiten, mit denen er kämpfen mußte, erhöhten ihre Zuneigung zu ihm. Das zärtlichſte Mitleid war eine Beigabe dieſer Liebe, die ſie um ſo treuer und inniger machte. Sie hielt ſich noch meiſtens in den Paläſten auf, welche der katholiſche König zu ſeinem zeitweiligen Aufenthalte erkor, und war die vielfältige Begleiterin der zweiten Gemahlin Ferdinand's, wie Elvira diejenige der erſten geweſen war. Dieſe Letztere kam noch zuweilen an den Hof, doch geſchah es nicht mehr, als dies ihre und ihres Gemahls Stellung unumgänglich nöthig machte. Iſabella's Hinſcheiden verleidete ihr die ſonſt ſo gewohn⸗ ten Umgebungen. Maria hatte jedoch lange genug neben ihrer Tante gelebt, um einige Eigenſchaften anzu⸗ nehmen. Der Muth und die Beſtändigkeit des Willens, welche bei ſo manchen Veranlaſſungen von dieſer gezeigt wurden, war auch auf Maria von Toledo übergegangen, wenn ſie gleich mit weiblicher Zartheit und Milde ge⸗ paart waren. Sie wußte zu gut, daß Arnold Waller der ärmſte Schweizer Lanzenträger in Santa Fe, der ein⸗ fachſte Ritter in Granada geweſen war. Sein Helden⸗ muth und ſeine Klugheit, Elvira's treue und ſtarke Liebe hatten ihn zu einem begüterten Großen Spaniens, zum Gemahl einer Nichte des Königs gemacht. Diego hatte den großen Namen ſeines Vaters vor ihm voraus