Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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nicht annehmen, nicht Dich ohne die Einwilligung Dei⸗ nes Vaters an mein ungewiſſes Loos ketten müſſen, da ich Dir nicht einmal ſchützend und rathend zur Seite blei⸗ ben konnte. Ich war der Aeltere, der Erfahrenere— ich hätte auch der Verſtändigere ſein müſſen.“

Sie beugte das gramvolle Antlitz auf ſeine Hand herunter und bedeckte dieſe mit Thränen und Küſſen. Ein ſprechender Blick des Leidenden begrüßte nun auch den Ritter Pedro de Arana. Dann winkte er ſeinem Sohne Diego, welcher zu Häupten des Lagers ſtand, und fuhr fort:

„Diego, ich habe Dich zum Erben aller meiner Würden und liegenden Beſitzungen eingeſetzt. Eine freu⸗ dige Ahnung ſagt mir, daß ſie Dir zufallen werden, wenn man ſie mir auch vorenthielt. Vergiß nie, was ich dieſer Frau ſchuldig bin. Erfülle die Verpflichtungen ge⸗ gen ſie, die ich oft genug vernachläſſigte. Sorge für ſie, als wenn ſie Deine wirkliche Mutter wäre.“

„Ich werde es thun— mögen alle Heiligen mein Gelübde hören!“ ſprach Diego, indem er ſeiner Stief⸗ mutter ſeine Hand reichte. Columbus legte die ihrige hinein und fügte hinzu:

„Habe Dank, Beatrix, daß Du mir noch einmal den Troſt Deines Anblickes gewährteſt. Die Sorge um Dich hat oft genug wie eine Laſt auf meinem Herzen