Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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er von unſerm heiligen Glauben abfiel, und der ſich kein. Verdienſt um Dich erwarb, welches Dich gebieteriſch treibt, ihn vor Schaden zu bewahren, wenn dies irgend mög⸗ lich iſt?“

Ferrer erzählte ihr zur Antwort auf dieſe Fragen in kurzen Worten das Ereigniß im Walde von Caſtannos, welches er unlängſt in die Erinnerung des Cardinals zurückgerufen hatte. Als er geendet, richtete Elvira die nämliche Frage an ihn, die auch dieſer ihm gethan hatte:

„Und wenn Du ſo Vieles bei dieſem Manne zu fordern hatteſt, warum wendeteſt Du Dich nicht ſogleich an ihn, ſondern erſt, nachdem der Befehl des Königs Dich dazu nöthigt?“

Ein ſeltſames Lächeln erſchien auf dem Antlitze des Juweliers; er erwiederte:

„Ihm ſelbſt habe ich geantwortet, daß ich gefürch⸗ tet hätte, er würde nicht geneigt ſein, ſich in ſeiner ge⸗ genwärtigen hohen Stellung der Zuſagen zu erinnern, die er als armer, einſiedleriſcher Kloſterbruder ertheilte. Ein zweiter, verſchwiegener Grund war aber derjenige, daß er ſich zu genau meines damaligen Aeußern erinnern und es mit meinem gegenwärtigen vergleichen könne. Sein Scharffinn hätte ein Blick in meine Vergangenheit thun können, der verhängnißſchwer für mich geworden wäre.