Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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Der ſchlaue Prieſter entfernte ſich froh, endlich das Reſultat erreicht zu haben, an deſſen Vollendung er jahrelang gearbeitet hatte. Wäre Iſabella von Caſtilien immer den Eingebungen ihres edlen, wohlwollenden Her⸗ zens, nicht nur zu oft denjenigen der glaubenswüthigen Prieſter gefolgt, die ſie umringten, ſo würde nur Segen auf ihrem Andenken haften!

Der nächſte, welcher in die königliche Gegenwart zugelaſſen wurde, war kein Anderer, als der gelehrte Ju⸗ welier von Cordova, Jayme Ferrer. Die Königin, wel⸗ che ſo gern jedes wiſſenſchaftliche Verdienſt in ihrem Reiche ermunterte, hatte ſich lange ſchon als die beſon⸗ dere Gönnerin dieſes berühmten Reiſenden bewieſen, der ſeine Erfahrungen und Anſichten in mehreren Werken veröffentlichte, welche die Bewunderung ſeiner gelehrteſten Zeitgenoſſen erregten. So wie ſie ihm in der Ferne ihre Beachtung angedeihen ließ, ermangelte ſie auch nicht, hin und wieder perſönlich mit ihm zu verkehren, wenn ſie in Cordova anweſend war. Er beugte nach der ſpaniſchen Sitte ſein Knie zur Begrüßung der Herrſcher, und blieb dann einige Schritte von der Thüröffnung entfernt ſte⸗ hen, die Anrede der Königin erwartend.

Du haſt unſer Antlitz geſucht, wackerer Meiſter, ſprach dieſe mit ihrer gewohnten Leutſeligkeit.Haſt Du eine neue Sendung aus fernen Landen an koſtbaren Ge⸗