Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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Deza von Sevilla, Beichtvater des Königs. Dieſer Prä⸗ lat hatte den eigenthümlichen Geſchmack, in ſeinem Pa⸗ laſte einen zahmen Löwen zu halten, der ihn begleitete, wenn er ausging, und zu ſeinen Füßen lag, wenn er die Meſſe las. Er nahm jetzt die vielleicht zufällige Be⸗ achtung der Königin für eine Aufforderung zum Reden, und ſagte mit beſonderer Betonung:

Doch wolle nicht vergeſſen, erhabene Königin, daß Colon Deinem Staate große Dienſte geleiſtet hat.

Nie werde ich dies thun, erwiederte die Königin.

Du warſt von jeher der Vorredner und Begün⸗ ſtiger des Colon, guter Vater, ſagte der König trocken.

Ich glaubte dadurch, Gott und den Herrſchern wohl zu dienen, entgegnete der Erzbiſchof von Sevilla.

Du meinſt es gut, heiliger Vater, ſprach Iſa⸗ bella etwas gelaſſener.Weil ich Colon's Verdienſte ſchätze, ſo wird er ſtets vor unſerer unmittelbaren Un⸗ gnade geſichert ſein. Doch dürfen derartige Verfügungen nicht wiederholt werden. Der neue Bevollmächtigte wird dieſen ſchreienden Mißbräuchen abhelfen.

So befiehlt Eure Hoheit, daß er ſofort nach Hi⸗ ſpaniola abgehe? fragte Fonſeca.

Er möge ſich unverzüglich einſchiffen und dort beſſere Zuſtände herſtellen, ſprach Iſabella.Ueber⸗ bringe ihm mein Gebot!