ſtört. Gewöhnlich lebte er in Sevilla, wo er noch immer als Aufſeher der indianiſchen Angelegenheiten fungirte, da ihn Talent und Neigung viel mehr zu dieſer bureau⸗ kratiſchen Wirkſamkeit als zu derjenigen eines geiſtlichen Oberhirten zogen. Bei der Verleihung geiſtlicher Aemter herrſchte damals in Spanien ein ſolcher Mißbrauch, daß nicht ſelten ſechsjährige Kinder ſchon zu Erzbiſchöfen und Archidiakonen ernannt wurden; dabei genoßen ſie natür⸗ lich nur den größten Theil der Einnahmen dieſer Aemter, welche einſtweilen von untergeordneten Geiſtlichen ver⸗ waltet wurden.
Juan de Fonſeca ſtattete dem Könige und der Köni⸗ gin Bericht über die indianiſchen Angelegenheiten ab, und fuhr in ſeiner Auseinanderſetzung alſo fort:
„Der jüngſte Bruder des Admirals Colon iſt kürz⸗ lich mit einer Sendung aus der neuen Welt in Sevilla eingetroffen. Er beſtätigt die Nachrichten, welche ſchon früher von dort herübergelangt ſind.“
Die Königin erwiederte:
„Der Admiral hat, indem er füdlicher ſteuerte, einen großen Continent entdeckt. Seine Behauptung, daß ſeine erſten Reiſen zu immer größeren Reſultaten führen wür⸗ den, iſt dadurch zur Wahrheit geworden.“
Fonſeca fuhr darauf fort:
„Don Jacopo Colon beſtätigt, daß der Admiral
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