Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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ich der Verhüllte, der ſie ertönen läßt Maria, ſagt mir dann, daß Ihr mich hört, mich verſteht indem Ihr mir eine Roſe herunter werft eine Knospe, im Auf⸗ blühen begriffen wie Ihr

Die übrigen Anweſenden nahten ſich wieder. Sie

unterbrachen die Sprache der Phantaſie und Liebe, welche, wenn auch nicht ſehr wortreich, ſo um deſto beredter, die Erſtlingsgefühle zweier Herzen kund gab, deren Bund Jugend und Glück zu begünſtigen ſchienen. Diego war zurückgetreten; zwar glühte auch ſeine Wange, doch waren ſeine Bewegungen ruhig. Er war wieder der ſchöne, be⸗ ſcheidene Jüngling, der einer großen Zukunft entgegen⸗ ging, ohne dabei irgend eine Spur von Hochmuth oder Geckenhaftigkeit zu zeigen. Maria beugte ſich ſo tief auf ihren Stickrahmen nieder, daß ihr Antlitz dadurch halb verborgen wurde; nur das anfänglich noch nicht beſiegte, leiſe Zittern ihrer Hand hätte ihre innere Aufregung verrathen können. Glücklicherweiſe waren jedoch die älte⸗ ren Mitglieder der Geſellſchaft zu ſehr mit den Gegen⸗ ſtänden ihrer begonnenen Unterhaltung beſchäftigt, um der kindlichen Jungfrau und dem Edelknaben eine beſon⸗ dere Beachtung zu zollen.

Ende des dritten Bandes.