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„Die Römer nannten Euch jubelnd den Befreier von Rom,“ ſagte Elvira.„Dies iſt ein neuer Ehrentitel zu allen den großen Würden, die Ihr in Euch vereinigt.“
„Euer Einzug in dieſe Stadt,“ bemerkte Arnold, „muß ein wahrer römiſcher Triumphzug geweſen ſein.“
„Meine Krieger und ich rückten in Schlachtordnung, mit fliegenden Fahnen und ſchallender Muſik in die ewige Stadt ein,“ ſagte Gonſalvo.„Im Vatican erwartete uns der heilige Vater, umgeben von allen ſeinen Cardinälen und Edelleuten. Ich kniete nieder, um ſeinen Segen zu empfangen, doch hob er mich auf und küßte mich auf die Stirn. In einer darauf folgenden Privataudienz ſprach er trotz deſſen die Anſicht gegen mich aus, daß unſere Herrſcher ſehr ungünſtige Geſinnungen gegen ihn hegten.“
„Dazu hatte der heilige Vater wenig Veranlaſſung,“ fiel ihm Columbus lebhaft in die Rede,„denn gewiß haben wenige Regenten ſo ſehr wie die unſrigen ihre An⸗ hänglichkeit an die heilige Mutterkirche bewieſen.“
„Ich zählte ihm alle die Dienſte auf, welche ſie ihm geleiſtet,“ ſagte Gonſalvo mit Wärme,„und zieh ihn zuletzt unverholen der Undankbarkeit gegen ſie. Dann rieth ich ihm, ſeinen Lebenswandel und ſeine Reden zu ändern, da dieſe der ganzen Chriſtenheit zum Aergerniß gereichten.“
„Das wird wohl Seine Heiligkeit ſehr ungnädig aufgenommen haben?“ fragte Elvira.


