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Diego's ſchöne Züge erglühten leicht, und mit einer anmuthigen Beſcheidenheit nahm er jetzt das Wort:
„Ich habe von jeher der gütigen Fürſorge Anderer viel zu verdanken gehabt. In meiner Kindheit unterrich⸗ tete mich der gute Prior von La Rabida; hier in Cor⸗ dova fand ich auf der Hochſchule eben ſo tüchtige Leh⸗ rer. Mein Streben wird ſein, allen Denen Ehre zu ma⸗ chen, die ſo viel für mich thaten. Ob meine Fähigkei⸗ ten mit meinen Wünſchen aushalten, iſt eine andere Frage.“
„Du willſt uns nicht über das Weltmeer davon ge⸗ hen, wie Dein Bruder?“ fragte Elvira wieder lächelnd.
„Ich habe vorerſt noch genug in Europa zu ler⸗ nen; ol ich ſpäter in die neue Welt gehen ſoll, wird von meinem Vater und der Königin abhängen,“ antwor⸗ tete Diego.
„Wie verließet Ihr die Königin?“ fragte ſie jetzt Columbus.
„Sie gab mir wiederholte Beweiſe ihrer Huld,“ erwiederte dieſer;„doch fürchte ich faſt, daß ihre Ge⸗ ſundheit leidend iſt. Möge unſere Frau ſie beſchirmen.“
„Sie hat ſich verändert, denn ſie iſt allerdings mei⸗ ſtens ſehr niedergeſchlagen,“ verſetzte Elvira.
„Ich traf beim Herauskommen aus dem Audienz⸗ gemache Don Gonſalvo im Vorzimmer,“ fügte er hinzu.


