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er ſeine Hand auf ſeine Schulter legte.„Vorerſt kannſt Du einen guten Spielgefährten für Maria abgeben.“
Er blickte nach ſeiner Pflegetochter hin. Fernando's Antlit zeigte jedoch keine Spur von irgend einer kindli⸗ chen Freude bei dieſer Aufforderung, ſondern wurde noch ernſter als zuvor. Endlich ſagte er:
„Ich bin in den königlichen Palaſt gekommen, um der Königin zu dienen, nicht, um mit Kindern zu ſpielen.“
„Und um Deine Erziehung zu vervollkommnen,“ fiel ihm ſein Vater in's Wort. Dann fuhr dieſer gegen Elvira gewendet fort:
„Verzeiht ihm, Sennora. Er iſt nicht daran ge⸗ wöhnt, ſeine Gedanken zu unterdrücken. Er wird in Eurer Geſellſchaft feinere Sitten lernen.“
„Auch dankt Maria ihm nicht, wenn er ſie ein Kind nennt,“ bemerkte Elvira.„Sie will eben ſo ver⸗ ſtändig ſein wie er und hat vielleicht noch mehr Anſprüche darauf. Mädchen werden eher alt als Knaben.“
Die faſt ſchon ausgewachſene Geſtalt des Mädchens und die gerundeten Formen ihres wohlgebildeten Antlitzes beſtätigten die Behauptung Elvira's. Eine leichte Röthe flog über ihr Antlitz; ihr dunkles Auge ſtreifte mit ei⸗ nem faſt unwilligen Blicke Fernando; dann weilte es auf Diego, und nahm nach und nach ein faſt zärtliches Feuer an. Der ſpaniſche Himmel zeitigt früh, und aller⸗ dings war Maria von Toledo ſchon auf der Stufe an⸗


