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Noch war dieſer Palaſt mit ſeinen nächſten Umgebun⸗ gen lieblich und ſchön; noch umgab ihn ein feſter Wall mit viereckigen Thürmen, und man ſtieg aufwärts von Teraſſe zu Terraſſe die marmornen Stufen zu dem Hauptthor hinan. Wir treten in einen der ſchöngewölbten Garten⸗ ſäle mit feinen, graciöſen, mauriſchen Fenſtern, mit an⸗ muthigen Säulengängen und mit einer Balkonthür, wel⸗ che auf den Fluß und die ihm zunächſi gelegene Gegend die Ausſicht bot. Wohl waren alle dieſe näheren und ferneren Umgebungen reizend genug, um an diejenigen zu erinnern, in denen ſich einſt Elvira von Viana in der Alhambra aufhalten mußte. Dieſe ſaß auf einem nahe der geöffneten Gartenthür befindlichen Polſterſitze und war beſchäftigt, ihrer zwölfjährigen Pflegetochter Unter⸗ richt in der Verfertigung von Gobelins zu geben, einer Handarbeit, welche auch von der Königin ſehr geliebt wurde. Einige Schritte von ihr ſaß ihr Gatte, welcher aufmerkſam verſchiedene Waffen, Werkzeuge und ſonſtige Dinge unterſuchte, welche bei den Indianern gebräuch⸗ lich waren. Columbus hatte ſie von ſeiner letzten Reiſe mitgebracht, ſie der Königin vorgelegt, und ſie dann auch der Donna Elvira und ihrem Gemahl zur Anſicht dar⸗ geboten.
Elvira befand ſich noch in dem vollen Glanze ihrer Schönheit. Wenn auch die erſte Jugend hinter ihr lag, ſo war ſie dennoch entfernt von jenem Zeitpunkte, wo


