Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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Pinta,Land! tönte es wider von der Nina,Land! rief man auf der Santa Maria, und der Donner aller Geſchütze wiederholte mit ehernem Munde:Land! Land!

Zwei Uhr Morgens war vorüber. Bald entfaltete die Sonne ihren glänzenden Strahlengürtel. Ein pur⸗ purner Streifen umſäumte die rettende Erde, das ge⸗ lobte Land, nach welchem der irrende Blick der verzwei⸗ felnden Seefahrer ſo oft vergeblich geforſcht hatte. Es war da, ein Theil von Gottes Erdenſchöpfung, ſo herrlich, ſo blühend wie irgend ein Landſtrich, den man bisher in der alten Welt geſehen hatte. Da lag es, das unbekannte Land, die neue Erde, glückverheißend, goldbeſtrahlt, den herrlichſten Lohn für alle erlittene Drangſal verſprechend. Und von dieſer neuen Welt wandten ſie den Blick auf den großen Mann, deſſen Wiſſen, deſſen Genius ſie her⸗ ausgefunden, deſſen unerſchütterliche Feſtigkeit, deſſen muthvolles Gottvertrauen ſie Alle hierher geführt hatte. Noch immer ſtand er auf ſeinem gewohnten Platze, ernſt über die Fluten hinausſchauend. Da ſtürzte die ganze Mannſchaft zu ihm hin, warf ſich vor ihm nieder und küßte weinend ſeine Füße; ſie erflehten ſeine Vergebung für den gräßlichen Frevel, den ſie ſo kürzlich noch an ihm hatten verüben wollen. Columbus willfahrte ihnen, und wohl war kein Augenblick geeigneter, um das Wort der