Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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des Waſſers und des Himmels veränderte ſich. Der dem Seefahrer ſo genau bekannte Stand der Geſtirne ſchien weiter entfernt; dann mußte man glauben, daß ſie gänz⸗ lich am Horizonte verſchwunden ſeien. Auch die Richtung der Magnetnadel wich von ihren bisher ſo unveränder⸗ lichen Geſetzen ab. Endlich mußte Columbus gewahren, daß ſie, anſtatt wie ſonſt nach dem Polarſtern, jetzt voll⸗ ſtändig nach Nord⸗Weſten zeigte. Alſo auch dieſer ſein einziger ſicherer Führer durch die weiten Waſſerſtrudel begann ihn zu betrügen; ſchwere Beſorgniſſe ſtiegen in ihm auf, doch hütete er ſich wohl, ſie ſeinen Untergebenen mitzutheilen. Einige Tage ſpäter bot ſich ein anderes Phänomen dar: das ganze Meer zeigte ſich grün rings⸗ um. Es war von Kräutern bedeckt, welche ſich friſch von Felſen abgelöſt haben mochten. Alle begrüßten es freu⸗ dig als ein Zeichen der Nähe des Landes. Columbus aber theilte nicht dieſe fröhliche Erwartung. Nach ſeinen Berechnungen mußte das Land noch fern ſein. Auch erwies ſich bald die Richtigkeit ſeiner Vorausſetzung, denn dies Grün war nichts als Seetang. Dennoch gelang es ihm, ſeine Untergebenen nicht nur hierüber, ſondern auch über die veränderte Richtung der Magnetnadel einſtweilen zu beruhigen, indem er dieſer eine wiſſenſchaftliche Erklärung gab. Je mehr man ſich dem Aequator näherte, je auf⸗ fallendere Veränderungen traten ein. Die Luft war un⸗