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mir ſo gut wie dieſer ſelbſt ſchon früher demonſtrirt, guter Vater.“
Sie richtete die letzten Worte an den Prior Juan Perez, welcher heute noch einmal dieſe Sache in Anre⸗ gung brachte, die ihn ſeit Jahren beſchäftigte. Der Prior entgegnete ſanft:
„Mögeſt Du ihr wieder huldvoll Dein Ohr leihen, erhabene Königin.“ Dieſe fragte nun die Marquiſe von Moya:
„Ich glaube gar, Kind Marquiſe, daß dies die nämliche Karte iſt, welche Colon mir damals zeigte?“
„So iſt es, Hoheit,“ lautete die Antwort.„Ich ſagte damals dem Colon, daß ich ſie behalten und ge⸗ legentlich wieder darauf ſehen wolle, um mich weiter in der Erd⸗ und Weltkunde zu unterrichten.“
„Und mich dazu,“ erwiederte Iſabella lächelnd. „Wir haben uns wegen aller der Geſchäfte, welche uns die neuen Einrichtungen in unſerm Lande Granada und die Sorge für die übrigen Theile unſerer Reiche bringen, lange nicht mit dieſer Angelegenheit beſchäftigen können. Seit einigen Tagen habt Ihr mich wiederholt daran er⸗ innert.“
„Sie iſt auf jeden Fall wegen ihrer großen Wich⸗ tigkeit würdig, vor den Ohren Eurer Hoheit erwähnt zu werden,“ ſagte Beatrice von Moya.


