Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

231

werth, ſo große Huld von Eurer Hoheit in Anſpruch zu nehmen.

Und Du erwarteteſt eine feierliche Gelegenheit, um den Ritterſchlag zu empfangen, ſprach Iſabella. Gewiß konnte ſie nicht glorreicher ſein, als unſer Ein⸗ zug in die Alhambra, und eben ſo gewiß konnten wir uns nie geneigter zu Gnadenbeweiſen gegen unſere Ge⸗ treuen fühlen, als am heutigen Tage.

Eure Hoheit verhieß Euer gnädiges Fürwort bei einer der Damen Eures Hofes für den Vorzeiger des Banners, ſetzte Don Gonſalvo hinzu.

So ſprich, verſetzte der König,wen verlangſt Du zum Ehegemahl?

Donna Elvira von Viana, antwortete Arnold furchtlos.

Eine kecke Forderung, bei unſerer Frau! rief Ferdinand.Wir werden ſie nicht gewähren können, da unſere Nichte gewillt iſt, ihr Leben in frommer Be⸗ ſchauung in einem Kloſter hinzubringen.

So löblich dieſer Gedanke iſt, nahm die Königin das Wort,ſo muß ihm doch eine reifliche Erwägung zugeſellt werden. Sie mag uns kund thun, ob ſie einen wirklichen inneren Beruf zum Kloſterleben fühlt, oder ob ihre frühere Aeußerung nur einer flüchtigen Idee entſprang. Nur die wahre Weihe des Herzens iſt Gott wohlgefällig. Erkläre Dich, Donna Elvira. Biſt Du