Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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von Arragonien?“ rief der Maure mit lebhafter Be⸗ wegung.„Dies iſt ein werthvolles Pfand in der Hand der Muſelmänner!— Sie würde würdig ſein, den Thron von Granada zu theilen!“

„Gewiß!“ verſetzte Arnold,„doch glaube ich nicht, daß ſie freiwillig dies glänzende Anerbieten annehmen wird. Ich möchte mein Leben hingeben, um ſie vor jedem Zwange zu ſchützen!— Es würde ein Flecken auf der Ehre aller Maurenritter ſein, wenn eine der edelſten Damen Spaniens dem ſchmachvollen Looſe der Sklaverei ge⸗ weiht würde!“

Reduan ſchwieg wieder, indem ſeine Augen Arnold's

glühende Wange und ſprechenden Blick nicht verließen. Dann ſagte er leiſe, aber mit tiefer Bedeutung in Ton und Gebärde: ch will ſehen, wie ſich die Sache geſtalten läßt.“ „Und was,“ rief Arnold noch einmal flüſternd, „was iſt das Schickſal der Königin von Caſtilien und ihres edlen Ritters Don Gonſalvo geworden, die Du ſo hartnäckig verfolgteſt, tapferer Maure?“

Dieſer antwortete:

„Es gelang den Schweizern uns aufzuhalten, wo⸗ durch ſie einen bedeutenden Vorſprung erhielten. Die Fönigin erreichte mit ihren Rittern und Frauen die