Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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wohl von den ſprudelnden und herabtropfenden Ge⸗ wäſſern hervorgebracht würden, welche durch Röhren und Kanäle unter dem Fußboden fortgeführt werden muß⸗ ten, um die Springbrunnen im Gange zu halten. Den⸗ noch war er froh, als dieſe nächtliche Wanderung beendet war. Sie ſtanden nämlich jetzt vor dem Gemache, wel⸗ ches ihm zum Aufenthalte angewieſen war, und Benegas ſagte auf die Thür deutend:

„Du biſt jetzt wieder da, wo man Deine Anweſen⸗ heit vorausgeſetzt hat. Hüthe Dich vor jedem ferneren, vorwitzigen Umherſchweifen; denn Du haſt gehört, wie vernichtend die Rache unſerer Sultanin ſein kann. Die Sklaven, welche Dir genaht ſind, werden an der andern Seite dieſes Ganges ſchlafen. Darum begieb Dich leiſe zur Ruhe und danke Gott, daß Dir Dein Leben ge⸗ ſchenkt iſt.“

Er wandte ſich um fortzugehen. Arnold aber ergriff ſeinen Arm und ſagte bittend:

„O höre nur ein Wort noch von mir, räthſelhafter Mann! Geh' nicht von mir, bis ich dieſes geſprochen, denn es liegt mir wie Bergeslaſt auf dem Herzen!“

Benegas folgte ſchweigend dem ſanften Zwange, mit welchem er ihn in das Zimmer zog. Er machte die Thür hinter ſich zu und fragte:

„Was willſt Du noch von mir?“