Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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Immer hatte Arnold den weißen, wehenden Federbuſch Don Gonſalvo's im Auge zu behalten geſucht. Erſt in den letzten Minuten war er ihm gänzlich entſchwunden, doch war ihm noch die Richtung erinnerlich, in welcher er ihn zuletzt geſehen. Von dem ganzen Fähnlein, das ſein Onkel commandirte, gewahrte er gleichfalls faſt nichts mehr. Dieſe verſchiedenen Umſtände waren die Urſache, daß Ar⸗ nold in die Nähe des Ritterfürſten gelangte, als dieſer ſich in der höchſten Lebensgefahr befand.

Arnold blieb ſtehen, wo der Grund etwas feſter war, da er bei größerer Annäherung daſſelbe Schickſal fürchten mußte, dem die Zierde der Ritterſchaft ſo eben zu erliegen im Begriff war. Er ſtreckte den Schaft ſeiner Lanze ſo weit wie möglich vor und rief:

Haltet Euch feſt an meiner Lanze, edler Ritter! Ich ziehe Euch hier bis auf den feſten Grund, ſo daß Ihr in Sicherheit gelangen werdet.

Don Gonſalvo erfaßte den ihm möglichſt nahe ge⸗ brachten Lanzenſchaft im eigentlichſten Verſtande des Wor⸗ tes, wie der Verſinkende nach einem Strohhalm greift. Wirklich gelang es der herkuliſchen Kraft des jungen Man⸗ nes, ihn bis zu ſich heran zu ziehen, ſo daß er ihm zu⸗ letzt behilflich ſein konnte, ſich aufzurichten und einige Schritte vorwärts zu gehen. Der Ritter ſchöpfte tief Athem und ſagte dann, auf Arnold blickend: