Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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„ſo kann mein Entſchluß nicht erſchüttert werden. Große Königin, die Milde Deines Herzens hat mir einen ſtar⸗ ken Beweis Deiner Huld zugedacht; ich erkenne ſie dank⸗ bar, doch verbleibe ich in dem Glauben meiner Väter, denn er iſt mir heilig.“

„Wenn Du auch,“ ſagte Iſabella,„noch nicht er⸗ leuchtet genug biſt, um dieſe ewigen, heiligen Wahrheiten begreifen zu können, ſo ſei ſicher, daß die Gnade über Dich kommen und daß das Licht von oben ſich Dir ent⸗ ſchleiern wird. Laß Dich taufen, ſo folgt alles Uebrige von ſelbſt nach.“

„Niemals, erhabene Fürſtin,“ verſetzte Avila.„Ich lebe und ſterbe als Inde, wie es Abraham und Moſes thaten!“

„Er iſt unverbeſſerlich! Gott hört ihn und wird ihn ſtrafen!“ rief Torquemada triumphirend.„Kannſt Du läugnen, ſchnöder Jude, daß Du der Verfaſſer jener beißenden Schrift biſt, welche zu Barcelona herauskam und welche ſo ſcharfe, nichtswürdige Bemerkungen über das Benehmen der Regierung, ja ſelbſt über die chriſtliche Religion enthält? Haſt Du geſchrieben:„Die verfolgten Hebräer in Spanien?““

„Ich habe dieſe Schrift verfaßt,“ antwortete der Gefragte ruhig.