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zu Eurem verfluchten Glauben zu bekehren, und auch die neuen zu ihm zurück zu führen, welche kürzlich erſt der Segnung des Chriſtenthums theilhaftig geworden ſind!“
„Eine ſchwere Beſchuldigung!“ ſprach die Königin aufmerkſam, welche ſich von ihrer anfänglichen Erſchüt⸗ terung erholt hatte.„Ich will hoffen, Jude, daß Du nicht zu Denen gehörſt, auf welche ſie Anwendung findet!“
„Ihr rafft auf allen Euren Wegen die Reichthümer des Landes an Euch!“ fuhr Torquemada rückſichtslos fort.„Ein gräuliches Aergerniß ſind die Heirathen, die noch immer zuweilen zwiſchen Juden und Chriſten in dieſer Heimath des katholiſchen Glaubens ſtattfinden!“
„Ihr laßt Euch jetzt wie früher herab,“ bemerkte der Jude gelaſſen,„Euren verfallenen Glücksumſtänden durch Verbindungen mit den reichen Töchtern Iſraels aufzuhelfen.“
„Ja,“ ſprach der König,„die Reinheit des ſpani⸗ ſchen Blutes wird dabei zum Opfer gebracht. Es ſind manche chriſtliche Familien in unſern Ländern, die dieſen garſtigen Flecken nicht aus ihrem Stammbaum zu löſchen vermögen.“
„Ich bin der erſte Ketzerrichter Spaniens,“ rief jetzt der Prieſter laut.„Alle milden Maßregeln, welche Du, Iſabella von Caſtilien, vorerſt zur Bekehrung dieſes von Gott gezeichneten Stammes angewendet haben wollteſt,


