Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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weil ihr Kammermädchen im Laufe des Tages ab⸗ ſegeln ſollte. Dieſe ſah ihre Herrin ämſig beſchäf⸗ tigt und gewahrte nichts Auffallendes an ihr. Nach einer halben Stunde wollte ſie in Letitia's Zimmer eintreten, ſie konnte die Thüre nicht leicht öffnen und entdeckte dann ſogleich ihre Herrin, die bewe⸗ gungslos am Boden lag, ein leeres Fläſchchen in der Hand, worauf das Mittel deutlich zu leſen war, welches ſie wohl kannte und gegen ihr Krampfübel gewöhnlich einnahm. Alle ärztliche Hülfe kam zu ſpät, das Leben war entflohen. Man glaubte, ſie habe durch unvorſichtige Anwendung von Blauſäure ihren Tod beſchleunigt. Da, ſeltſam genug, der Körper nicht ſecirt wurde, ſo vermuthete man hin und wieder, ſie ſei durch fremde Hand gefallen; eine frühere Geliebte ihres Gatten, ein ächtes Kind der heißen Zone, habe die Arzeneimittel heimlich vertauſcht oder ihr gar das Gift aufgezwungen, ehe Letitia um Hülfe rufen konnte. Ueber ihrem Ende liegt ein geheimnißvolles Dunkel, welches die Zu⸗ kunft ſchwerlich zu erhellen vermag. Nahe bei dem Caſtell, noch innerhalb des Walls, iſt ihr einſames Grab. Ein prächtiger Marmorſtein deckt daſſelbe; er führt die Inſchrift: Hier liegen die ſterblichen Reſte von Letitia Eliſabeth Maclean; mit reinem Geiſte geſchmückt, hoch begünſtigt von den Muſen, herzlich geliebt von Allen, entriß ſie der Tod in des Lebens Blüte, am 15. Oktober 1838, in einem Al⸗