Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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ihn Tags darauf fand, zu ſchlafen. Ein Zettel lag bei ihm, des Inhalts:Du, der mich hier findet, achte meine Reſte. Es ſind die eines Mannes der ſein Leben hingab, um nützlich zu ſeyn und der ſtarb, wie er lebte. Möchten doch meine Mitbürger ſanf⸗ tere und menſchlichere Empfindungen annehmen! Das Bürgerblut, das überall in Frankreich fließt, heißt mich dieſen Rath geben. Dieß Gemetzel iſt gewiß nur das Werk der grauſamſten Feinde Frank⸗ reichs. Bald werden ſie in einem Lande, deſſen beſte Bürger geflüchtet oder gemordet ſind, leichtes Spiel haben. Nicht Furcht, nein Zorn ſcheucht mich aus dem ſichern Verſteck, wo ich meiner Gattin Tod er⸗ fuhr. Ich wollte nicht länger in einem blutbefleck⸗ ten Lande leben!

Ich habe Manon Roland die Kaſſandra der Re⸗ volution genannt, dieſes iſt es, wodurch ſie zumeiſt in poetiſchem Glanze ſtrahlt. Schon ehe ihr Ge⸗ mahl von Lyon nach Paris gieng, weiſſagte ſie in Briefen, die Republik, als letztes Ziel der Revolu⸗ tion, werde nicht erreicht werden. Sie ſah in Paris die Gironde, die Parthei ihres Mannes, auf dem Gipfel des Einfluſſes und verkündigte ihren Freunden und der Sache der Republik auch damals nur Unheil. Wie Kaſſandra's Stimme verhallte die Ihrige vor tauben Ohren. Ja, der tragiſche Schwindel verwirrte zuletzt auch ihren hellen Blick; ſie glaubte ſelbſt nicht mehr der ahnunzsvollen