Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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geſſen, oder vielmehr, ſich meines Schickſals zu freuen. Sie kennen ja Ihre Tochter; ein tadelhafter Be⸗ weggrund konnte ſie nicht leiten. Ich umarme meine Schweſter, die ich von ganzem Herzen liebe, ſo wie alle meine Verwandte. Erinnern Sie ſich des Ver⸗ ſes im Corneille:„Nicht das Schaffot, das Laſter macht die Schande.*) Morgen um 8 Uhr wird mein Urtheil gefällt.“— Mittwoch den 17. Juli ſtand Charlotte vor dem Revolutionstribunal. Das Zeugenverhör begann; allein ſie unterbrach die erſte, in die gewöhnlichen Details ſich verlierende Ausſage durch die kurze und ſcharfe Erklärung: All dies iſt unnöthig; ich habe Marat getödtet!— Ihre See⸗ lenſtärke erhellt aus einzelen Antworten: Alle Recht⸗ ſchaffenen ſind meine Mitſchuldigen.— Die Fran⸗ zoſen haben nicht Kraft genug, Republikaner zu ſeyn.— Wir führen einige mit den vorausgegan⸗ genen Fragen an.— Frage. Wer hat Sie zu die⸗ ſem Morde bewogen? Antwort: Seine Verbrechen. — Fr. Was verſtehen Sie unter ſeinen Verbrechen? Antw. Alles Unheil, welches er ſeit der Revolution verurſachte, und das, welches er für Frankreich noch vorbereitete.— Fr. Wer ſind diejenigen, die Sie zu dieſem Morde angereizt haben? Antw. Niemand. Ich bin durch mich ſelbſt auf den Gedanken gera⸗ then.— Fr. Was machen die nach Caen geflüch⸗

*) Le crime fait la honte et non pas l'échafaud.