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„Es iſt nicht edel von Ihnen, Herr Schmidt!“— erwiederte der Marquis tiefathmend—„daß Sie die augen⸗ blickliche Verlegenheit und Noth eines Mannes benutzen,
um ihn zu einem unverantwortlichen Schritte zu bewegen.
Jo, Herr Schmidt! ich will es Ihnen entdecken, daß wir uns gerade jetzt in Bedrängniß befinden, daß meine armen Enkel hier nichts zu eſſen haben und hungern. Aber dennoch“—
Schmerz und Wehmuth erſtickten des Marquis Stimme und er wendete ſich, um ſeine Bewegung zu verbergen, abſeits.
„Die armen, guten Kinder!“ ſprach Störſteffen mit⸗ leidsvoll.„Warum ſind ſie nicht zu mir gekommen, um ſich ſatt zu eſſen? Ich will ſogleich nach Hauſe gehen und meinen Diener mit einigen Schüſſeln Eſſen und einer Flaſche Wein herſchicken.“
„Nein! nein!“ erwiederte der Marquis heftig.„Ich danke Ihnen, aber ich kann Ihre Geſchenke nicht an⸗ nehmen.“
„Hm!“ ſagte Störſteffen—„Herr Marquis! Sie ſtchen mit Ihren beiden Enkeln an einem hellen Brunnen und klagen dennoch über Durſt, weil der vorhandene Trinkbecher nur von ſchlechtem Bleche anſtatt von Cryſtall oder Silber, gefertigt iſt. Sie weiſen 50,000 Franken von ſich und laſſen lieber Ihre Enkel darben und— Sie verzeihen mir— als unwiſſende Menſchen aufwachſen.
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Können Sie ſolches bei Gott und den verſtorbenen Aeltern
dieſer Kinder verantworten? Sie gleichen— nehmen


